Neuro- und Rechtspsychologie
   Neuro- und Rechtspsychologie     

Psychologische Begutachtung

Zivil- und Sozialrecht

Eine neuropsychologische Begutachtung erfolgt in der Regel im Auftrag von Zivil- oder Sozialgerichten. Im Bereich des Strafrechts werden neuropsychologische Zusatzgutachten bei Fragen der Aussagefähigkeit, der Einsichtsfähigkeit oder Steuerungsfähigkeit bei Zeugen oder Angeschuldigten mit Verdacht auf kognitive Einschränkungen angefordert.

 

Im Falle neurologischer Erkrankungen ergänzt ein neuropsychologisches Zusatzgutachten ein neurologisches Hauptgutachten, wenn die gerichtliche Fragestellung nicht ohne eine ausführliche und leitliniengerechte neuropsychologische Untersuchung beantwortet werden kann.

Insbesondere bei Fragestellungen der beruflichen Leistungsfähigkeit, der Fahreignung und dem

Grad der Schwerbehinderung nach erworbenen Hirnschädigungen wird eine umfassende neuropsychologische Untersuchung notwendig.

 

Bei neurologischen und psychiatrischen Fachgutachten stellt sich häufig die Frage, ob die subjektive Beschwerdenschilderung des Klienten seinem tatsächlichen Funktionsniveau im Alltag entspricht.

Die neuropsychologische Leistungsprüfung bietet daher eine objektive Verhaltensprobe und erlaubt eine quantitative Einschätzung des geistigen und psychischen Funktionsniveaus.

 

Strafvollstreckungsverfahren

Eine psychologische Begutachtung im Strafvollstreckungsverfahren basiert auf wissenschaftlichen Verfahren, welche die statistische und individuelle Rückfallwahrscheinlichkeit eines Straftäters einschätzen lassen. Ausgehend von der klinischen Diagnostik und der individuellen Delikthypothese erfolgt die Kriminalprognose unter Berücksichtigung der Behandlungsmöglichkeiten und des ambulanten Risikomanagements.

 

 

Erstellung

Die psychologische Begutachtung erfolgt unparteiisch, den einschlägigen Leitlinien verpflichtet und in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen nach Auftragseingang.

 

Leitlinien und Berufsordnungen

Neumann-Zielke L., Bahlo S., Diebel, A. et al.: Leitinie "Neuropsychologische Gutachten" . Zeitschrift für Neuropsychologie ZNP (4) 2015.

 

Boetticher A., Kröber H.-L., Müller-Isberner R. et al.: Mindestanforderungen für Prognosegutachten. Neue Zeitschrift für Strafrecht NStZ, Heft 10 (2006).

 

Berufsordnung: Ethische Richtlinien des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen, BDP.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Simone Bahlo

Psychologische Begutachtung

Doblerstr. 1
72074 Tübingen

Kontakt:

s.bahlo@psychologie-tuebingen.de

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